Name in der Ehe – Das muss man beachten

Gerade als Frau steht man, wenn man an eine Hochzeit denkt vor noch einem weiteren Thema: Wie heißt man nach der Hochzeit? Behält man den eigenen Nachnamen auch oder nimmt man den des Partners an?

Es gibt auch immer mehr Paare bei denen der Partner den Nachnamen der zukünftigen Ehefrau annimmt.  Tabus gibt es heutzutage so gut wie keine mehr und eigentlich hat man die freie Auswahl. Hier in Österreich gibt es 3 gängige Varianten wie man denn nun nach der Hochzeit heißen kann und diese 3 möchte ich euch kurz vorstellen.

1.Gemeinsamer Nachname des Mannes/der Frau

Wie bereits oben erwähnt kann sowohl die Frau den Nachnamen des Mannes annehmen-dies ist noch immer die klassische und bekannteste Variante- oder auch umgekehrt. Oft geht es bei der Wahl auch sehr stark darum wie viel öffentliches Interesse hinter einem bestimmten Nachnamen steckt. Hat man zum Beispiel eine bekannte Firma die nach einem selbst benannt ist, möchte man sicher auch ungerne den Namen abgeben. Das Gefühl eine Familie zu sein, ist mit der Variante eines gemeinsamen Nachnamens sicherlich am stärksten.

Oft passiert es auch, dass die Öffentlichkeit es schon als selbstverständlich ansieht, dass der Name des Mannes übernommen wird aber dem ist eben in der heutigen Zeit nicht mehr immer so. Fest steht: Das Paar hat nun 2 Nachnamen zur Auswahl und darf selbst frei entscheiden welcher besser gefällt und für den Rest des Lebens passen soll.

 

2. Doppelname

In Zeiten der Emanzipation und Gleichberechtigung ist dieser Trend immer stärker aufgekommen. Man behält den eigenen Nachnamen und nimmt zusätzlich den Nachnamen des Partners/der Partnerin an.  Auch hier kann ein großer Grund natürlich das öffentliche Interesse an einem Namen sein, dass man sich für diese Variante entscheidet. Es ist immerhin genau der Mittelweg: Man behaltet den eigenen Namen und wird durch den zweiten Nachnamen doch gleich als Familie erkannt.

Wichtig ist hierbei nur, dass man die Länge der Namen beachtet: Hat man zum Beispiel schon einen langen Vornamen und auch einen lange Nachnamen wird es schon sehr eng für Unterschriften und Dokumente. Hier kann die Kombination echt mühsam werden und es führt leicht dazu, dass der Name bei vielen Terminen (sei es nun Arztbesuch oder ähnliches) gar nicht mehr gerufen wird. Das wäre dann doch irgendwie auch schade und man bereut einen zu langen Namen spätestens dann wenn man in einem Kästchen von 2×3 cm genau innerhalb der Linien unterschreiben soll. Dann also doch lieber für einen Namen entscheiden.

Es dürfen übrigens auch beide Partner diesen Doppelnamen tragen aber der Nachname darf maximal aus 2 Teilen bestehen und muss durch einen Bindestrich getrennt sein.

 

3. Jeder behält seinen Namen

 

Ja genau auch das ist möglich. Man kann heiraten und beide dürfen auch den eigenen Nachnamen behalten. Hier steckt dann für viele eventuell auch eher der rechtliche Sinn hinter einer Ehe als die emotionale Sache, dass man doch einmal im Leben heiraten möchte. Für mich persönlich fehlt hier das Gefühl der Zusammengehörigkeit aber wenn man sich nicht auf einen Namen einigen kann/möchte hat es sicher seinen Vorteil, dass mittlerweile ein gemeinsamer Nachname keine Pflicht mehr ist.

 

Ich persönlich habe lange über einen Doppelnamen nachgedacht habe mich aber schlussendlich für die Annahme des Namens meines zukünftigen Mannes entschieden. Wir haben unserem Kind übrigens auch einen Doppelnamen verpasst. Die Kleine hätte als voreheliches Kind laut Gesetzt natürlich den Namen von mir (der Mutter) bekommen aber ich wollte von Anfang an, dass wir als Familie erkannt werden. Nun nimmt auch sie den Namen des Papas an und ich persönlich würde nie mehr den Weg mit dem Doppelnamen bei einem Kind gehen. Es hat uns irrsinnig viel extra Wartezeit beim Standesamt gekostet einfach nur weil ich wollte dass es ein Doppelname wird. Warum das alles so lange gedauert hat weiß zwar bis heute keiner so genau aber auf jeden Fall kann ich euch nur raten, den Doppelnamen bei einem Kind sein zu lassen.

 

Wie würdet bzw. habt ihr euch entschieden? Gibt es eine Variante die ihr gar nicht möchtet?

6 Kommentare zu „Name in der Ehe – Das muss man beachten

  1. Huhu,

    ich habe den Namen von meinem Mann angenommen, war einfach für mich klar, denn ich musste meinen Nachnamen immer buchstabieren etc. und der „neue“ Name ist kürzer und vielleicht doch einfacher, aber auch der wird immer falsch geschrieben xD

    Lg
    Steffi

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  2. wieder mal eine mega spannende Frage, auch wenn ich mich selber noch nicht damit beschäftige 😉
    aber man hat den Gedanken natürlich auch automatisch im Kopf! meinen Namen möchte ich z.B. unbedingt behalten, weil er eine gewisse Tradition trägt und ich die einzige bin, die ihn noch weitergeben kann … ein Doppelname wäre aber aufgrund der Länge echt heftig 😉

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

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    1. Danke – ich freue mich dass ich so zum nachdenken anregen kann😁Bei mir war es gleich dass ich eigentlich die Einzige bin die den Namen noch weiter geben kann und das habe ich ja ursprünglich auch schon an meine Tochter aber nachdem keine weiteren Kinder geplant sind und die Kleine bei ihrer eigenen Hochzeit den Namen dann vielleicht sowieso abgeben würde habe ich mich nach langem hin und her doch für „nur den Namen des Mannes“ annehmen entschieden 😊

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  3. Spannendes Thema über das ich mir tatsächlich schon Gedanken mache.
    Ich bin die letzte aus der Familie, die den Nachnamen trägt. Mein Freund hat aber eine sehr große Familie, die rein aus Männern besteht (die ja den Namen tendenziell eher weitertragen), da fände ich es schön, wenn er meinen annehmen würde.
    Ein Doppelname käme für mich nicht in Frage, aber einfach weil unsere Nachnamen alleine schon kompliziert genug sind 😀 Der Pizzabote würde uns hassen

    Liebe Grüße Anni von https://hydrogenperoxid.net

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  4. Ich würde wahrscheinlich dazu tendieren den Namen des Mannes zu nehmen, würd meinen aber auch gerne behalten, da er zwar nicht selten ist, aber für eine besondere Bedeutung hat im Hintergrund der Herkunft meines Opas (Kriegskind, dass auftauchte als der Mann im Einsatz war…du verstehst)
    Doppelname wär für mich nicht unbedingt eine Lösung. Und alles beim Alten belassen auch nicht, ein bisschen EInheitlichkeit sollte sich schon sehen lassen.
    Liebe Grüße,
    Tama ❤

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