Standesamtliche Trauung – Fakten und Kosten

Nach einer kurzen Pause hier, kann ich euch nun heute endlich wieder mit einem neuen Beitrag und nun mittlerweile auch mit Erfahrungen aus erster Hand informieren.

Wir haben uns schon vor einigen Monaten dazu entschieden, unsere standesamtliche Trauung etwas vor der kirchlichen zu machen, da wir aufgrund vorangegangener Erfahrungen bei Freunden schon mitbekommen haben, dass es sich bei der standesamtlichen Trauung tatsächlich einfach nur um einen schnellen, rechtlichen Akt handelt.

Wer geglaubt hat, dass das Standesamt ein schöner und richtig langer, emotionaler Akt wird, dem muss ich an dieser Stelle leider die Illusion nehmen. Zumindest in unserer Stadt ist die rechtliche Verehelichung mehr eine Art „Fließbandabfertigung“. Man kann in der Regel Kleinigkeiten wie die Musik mitbestimmen aber im Großen und Ganzen dauert dieser Termin gerade einmal um die 15 Minuten und während man gerade noch seine Eheschließung feiert und erste Glückwünsche entgegennimmt, steht vor der Tür bereits das nächste Paar samt Anhang und wartet auf die rechtliche Vermählung.

Wie ihr nun aus meiner kleinen Einführung bereits schon herauslesen konntet, zahlt es sich somit wenig aus, die ganze Familie samt Freunde (insgesamt sicher einmal um die 40-50 Personen) ins Standesamt zu bestellen. Für mich also ein klarer Punkt, mich dazu zu entscheiden, die Kirche auf einen anderen Tag zu legen. Es ist nämlich recht umständlich alle Leute mitten in die Innenstadt zu bekommen, genügend Parkplätze zu haben und dann nach 15 Minuten wieder alle an eine neue Lokation zu befördern.

Nun aber einmal zu den wichtigsten Fakten, die die standesamtliche Trauung betreffen. Im Normalfall traut man sich in seinem jeweiligen Heimatort im Gemeindeamt oder Rathaus.  Hierfür kann man oft schon in einem Online-Kalender einen Termin wählen oder man geht ganz klassisch zum Referat für Standesamt und macht dort einen Termin aus und bringt im besten Fall auch gleich alle Unterlagen mit.

Welche Unterlagen werden aber benötigt? In der Regel sind es die wichtigsten Dokumente von beiden Verlobten.

  • Geburtsurkunden
  • Meldezettel
  • Ausweise (Reisepass, Personalausweis)

Wenn ein gemeinsames uneheliches Kind im Spiel ist, benötigt man auch vom Kind diese Unterlagen. Bei diesem Termin wird auch gleich der gemeinsame Familienname festgelegt und in der Regel werden dann alle Unterlagen samt Termin gesammelt an den/die zuständige/n Standesbeamten/in weitergegeben.

Dieser meldet sich dann circa 3-4 Wochen vor dem Verehelichungstermin noch einmal und bittet um ein gemeinsames Gespräch. Im Regelfall sollten hier beide Partner anwesend sein, in Ausnahmefällen (wir wissen ja alle wie schwierig es sich oft mit Öffnungszeiten von Ämtern und den eigenen Arbeitszeiten verhält) kann auch ein Partner alleine kommen.

Dieser Termin dauert im Normalfall nicht lange. Es werden alle Daten abgeglichen und man bekommt alle Informationen zum Ablauf. Hier erfährt man auch, ob man eigene Lieder auf einen USB-Stick mitbringen kann oder ob eventuelle Parkgenehmigungen für die Dauer der Trauung ausgestellt werden.

Mit diesem Termin werden auch gleich die Kosten beglichen:

Je nachdem ob man im Heimatstandesamt heiratet und ob ein Kind (mit Namensänderung) dabei ist belaufen sich die Kosten für das Standesamt zwischen 80€ und 120€. Damit bekommt man aber direkt nach der Trauung auch schon einen neuen Meldezettel und natürlich Heiratsurkunden für beide Partner sowie eine neue Geburtsurkunde für das Kind mit.

Wenn man sich dazu entschließt, nicht im Heimatamt zu heiraten, (Viele Locations bieten mittlerweile sowohl Standesamt als auch Kapelle an) muss man dies erst im eigenen Standesamt bekanntgeben. Dort wird dann alles aufgenommen und auch eingetragen, wo und wann die Trauung sonst stattfindet. In der Regel sind allerdings die Kosten für den standesamtlichen Saal in einer Location teurer als die Verehelichung im heimischen Standesamt. Im Schnitt kommt man hier sonst auf circa 150€-300€ extra da natürlich auch ein Standesbeamter zu dieser Location kommen muss (selbst wenn dieser aus der angrenzenden Gegend ist).

Wer also beides an einem Tag haben möchte und in zum Beispiel einem Schloss heiratet, muss natürlich nicht extra in das heimische Standesamt fahren. Grundsätzlich ist die gesetzliche Verehelichung aber wie bereits erwähnt so kurz, dass es nicht viel ausmacht, wenn man diese schon vorab im engsten Kreis feiert. Das wirklich Emotionale bleibt immer beim kirchlichen Teil einer Trauung.

Wir haben uns wie gesagt dazu entschlossen, die standesamtliche Trauung im engsten Kreis bereits im Dezember abzuhalten. Danach auf einen Glühwein und ein nettes gemeinsames Essen. Es war familiär und richtig schön, ohne viel Stress und ohne dabei an 50 Leute denken zu müssen. Ich kann es echt empfehlen, auch wenn das Standesamt nur einen Tag vor der Kirche stattfindet.

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